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8. October 2019

Großer Preis für Gemeinschaftsgastronomie 2019: zwei Vorreiter in Business und Care und ein Special Award

gv-praxis
Die Preisträger: leonardi GmbH & Co. KG (München), St. Elisabeth Gruppe – Verpflegungsmanagement (Herne), Special-Award für die Initiative Refugee Canteen (Hamburg)

Dreifach wurde in diesem Jahr der „Frankfurter Preis – Großer Preis der deutschen Gemeinschaftsgastronomie“ von der Wirtschaftsfachzeitschrift gv-praxis (dfv Mediengruppe) verliehen. Der Preis honoriert zukunftsweisende konzeptionelle wie unternehmerische und persönliche Leistungen im Markt der Gemeinschaftsgastronomie. Die Preisverleihung fand am 7. Oktober 2019 während der Kölner Ernährungsmesse Anuga in der Flora vor knapp 300 geladenen Gästen statt.

Die Preisträger 2019 im Profil:

leonardi GmbH & Co. KG – Betriebsgastronomie, München

Der regionale Contract Caterer leonardi setzt unter Leitung von Thomas Kisters („Nie sagen, das geht nicht.“) auf klare Prinzipien in der Zubereitung von Lebensmitteln. Zum Konzept gehören kreative Handwerklichkeit, marktfrische Produkte und saisonale und regionale Angebote. Ein Novum in der Branche: tägliche Frischproduktion aus eigener Patisserie und Backstube. An den Kaffeebars gibt es Kaffeespezialitäten aus Eigenröstung und verkaufsstarke Snackideen. Pluspunkt bei der Positionierung als Qualitäts-Caterer mit eigener Manufaktur sind designstarke Restaurants, die konzeptionell von leonardi mitgestaltet wurden.
Die Jurymeinung: „leonardi stellt der Branche eindrucksvoll unter Beweis, dass es eine profilstarke Nische für preislich gehobenes Qualitätscatering gibt. Was Gäste, Kunden und Auftraggeber überzeugt, sind – neben der kompromisslosen Frische und Qualität – Innovationen wie das tablettlose Mitarbeiterrestaurant, die eigens produzierten Teig- und Backwaren und die kulinarische Vielfalt. Damit trägt der Caterer zum positiven Image seiner Auftraggeber wesentlich bei und unterstreicht die wachsende Bedeutung moderner Betriebsgastronomie in Unternehmen.

St. Elisabeth Gruppe, Herne

Im Fokus der Auszeichnung steht das Verpflegungsmanagement der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr, eine dynamisch wachsende kirchliche Gruppe. Zu ihr gehören neben fünf Akut-Krankenhäusern und Fachkliniken mit mehr als 1.600 Planbetten, Altenpflegeeinrichtungen, eine Reha, zwei Hospize und sechs Fort- und Weiterbildungseinrichtungen. Maßgeblicher Erfolgsbaustein des Verbundes ist sein gastronomisches Angebot mit einer klaren Qualitätsausrichtung. Credo des verantwortlichen Verpflegungs¬managers Ramin Homayouni: „Beschaffe gute Lebensmittel, verarbeite diese mit Respekt und fachlichem Können, sodass ein hochqualitatives Endprodukt in der Frischküche entsteht“. Für Krankenhäuser keine Selbstverständlichkeit. Das gilt auch für den Wareneinsatz pro Patient und Tag von 6,50 Euro. Zum Vergleich liegen viele andere Häuser unter vier Euro.
Die Jury würdigt Engagement, Mut und Weitblick des gemeinsam mit der Klinikleitung realisierten Verpflegungskonzepts – quasi als Gegenmodell zu vielen rein kostenfokussierten Systemen. Hier gehört die hohe Wertschätzung von Essen und Trinken zum Teil der Unternehmensphilosophie. Im Wortlaut: „Die St. Elisabeth Gruppe setzt mit ihrer Definition von moderner Gastronomie ein starkes Ausrufezeichen und unterstreicht mit einem qualitativ vielfältigen und genussreichen Speisenangebot, dass die Küche einen wichtigen Beitrag zur Genesung und zum Wohlbefinden der Patienten leistet.“

Special Award: Refugee Canteen, Hamburg

Mit dem Sonderpreis würdigt die Jury das Engagement von Benjamin Jürgens. Er hat ein Schulungskonzept, eine Art gastronomische Vorschule für Geflüchtete und Migranten, entwickelt, um so auch dem akuten Personalmangel in der Branche zu begegnen. Zu dem Angebot gehören 15 Tage Unterricht, 4 Wochen Praktikum und ein Jahr Mentoring, um die Teilnehmer auf eine Arbeit oder eine Ausbildung im gastronomischen Umfeld vorzubereiten. Gleichgesinnte leisten diese Ausbildung ehrenamtlich. Der Erfolg: Seit Gründung haben ca. 100 Geflüchtete aus Eritrea, Syrien, Iran, Mauretanien oder Kenia die sogenannte „Vorschule“ absolviert; jeder Zweite fand im Anschluss eine Arbeit oder Ausbildungsstelle in Gastronomie oder Gemeinschaftsgastronmie. Finanziert wird Refugee Canteen über eine Stiftung. Geschult wird auf einer angemieteten Fläche von 60 m².
Die Jury würdigt mit der Preisverleihung die zukunftsweisende Idee und das Engagement, dem Fachkräftemangel in unserer Branche wirkungsvoll zu begegnen

Initiator und Stifter der Auszeichnung ist die dfv Mediengruppe, Frankfurt am Main, unter anderem Herausgeber der Wirtschaftsfachzeitschrift gv-praxis. Seit 1993 wurden bis heute 43 Unternehmen und Persönlichkeiten der professionellen Gemeinschaftsgastronomie mit dem Frankfurter Preis gewürdigt.

Kontakt
dfv Mediengruppe
Christoph Murmann
Unternehmenskommunikation
Telefon 069 7595-2061
presse@dfv.de
http://www.dfv.de
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