Erstes Minus seit 2021: Stationärer Modehandel verliert Umsatz
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Der stationäre Modehandel wurde 2025 stark gebeutelt. Neben dem zurückhaltenden Konsum sorgte ein verändertes Kaufverhalten für einen Rückgang der Umsätze der Modeanbieter mit Läden. Statt in den Geschäften vor Ort zu kaufen, bestellten die Menschen T-Shirts, Pullover und Jeans vermehrt online. Der stationäre Modehandel verzeichnete so im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 4 Prozent. Damit konnte die Branche nicht an die Entwicklung der Vorjahre anschließen (2024: Umsatzpari; 2023: plus 6 Prozent; 2022: plus 9 Prozent) und meldet erstmals seit 2021 einen Umsatzrückgang. Dieser Abwärtstrend führte zudem zu vielen Schließungen von Geschäften. Das berichtet das Fachmagazin TextilWirtschaft (dfv Mediengruppe).
Von dem veränderten Kaufverhalten konnten vor allem asiatische Onlineanbieter wie Shein und Temu profitieren. Weil sie Zollbestimmungen und Regeln zur Produktsicherheit umgehen, fordert der Modemarkt verstärkt Regulierungen. Als erster Schritt gilt ab Juli 2026 die neu eingeführte Paketgebühr von 3 Euro für jedes Paket mit einem Warenwert bis 150 Euro, auf die sich die EU-Mitgliedsstaaten verständigt haben.
Insgesamt war die Modenachfrage von der allgemeinen Zurückhaltung der Konsumenten und einem preissensibleren Kaufverhalten geprägt. Ängste vor Rezession, Arbeitsplatzverlust und geopolitischen Konflikten haben 2025 Verbraucherinnen und Verbraucher verunsichert. Statt einkaufen zu gehen, investierten die Menschen ihr Geld eher in Reisen und Erlebnisse oder sparten es. Mit mehr als 10 Prozent lag die Sparquote erneut auf hohem Niveau.
Das Jahresergebnis basiert auf einer Erhebung der TextilWirtschaft. Wöchentlich befragt das Fachmagazin einen ausgewählten Kreis an marktrelevanten Modeanbietern zu ihrer Umsatzentwicklung.
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