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3. November 2017

Goldener Zuckerhut geht an Denn’s Biomarkt, Zott, Edeka-Märkte Wilhelm Cramer und Harm Humburg

Lebensmittel Zeitung

Die Ernährungswirtschaft ehrt in dieser Woche die Preisträger des Goldenen Zuckerhuts 2017. Zum 60. Mal vergibt die Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) die begehrte Auszeichnung an herausragende Unternehmen und Persönlichkeiten der Konsumgüterbranche, die sich nachhaltig um die Gesamtentwicklung dieses Wirtschaftsbereiches verdient gemacht haben.

Ausgewählt von einer unabhängigen und mit Top-Managern aus Handel und Industrie besetzten Jury, geht ein Goldener Zuckerhut in diesem Jahr an: Denn’s Biomarkt GmbH (Töpen), die Edeka-Märkte der Wilhelm Cramer GmbH (Burgdorf), die Privatmolkerei Zott SE & Co. KG (Mertingen) und Ferrero-Verkaufschef Harm Humburg (Neu-Isenburg).

Kurzprofile der Preisträger

Denn’s Biomarkt

Die Geschichte von Dennree und ihrem Gründer Thomas Greim ist die eines Visionärs, der von einem kleinen Bauernhof in Bayern aus einen rasant wachsenden Bio-Großhändler mit eigenem Filialnetz – die Denn’s Biomärkte – formte. 1974 gestartet, hat sich das Unternehmen aus Töpen leise und konsequent zum deutschen Bio-Marktführer mit 920 Millionen Euro Nettoumsatz entwickelt. Dennree macht mit seinem Großhandel und den über 250 Bio-Supermärkten in Deutschland und Österreich seit Jahren zweistellige Wachstumssprünge. Dabei hilft kräftige Expansion: 37 Denn’s eröffneten im Vorjahr, plus 15 Biomärkte aus den Reihen der über 1.400 Fachhandelspartner. Und Dennree wächst mit der Kraft seiner Eigenmarken. Über 600 Bioprodukte werden unter eigenem Namen und weiteren Exklusiv-Labels produziert. Getreu Greims Credo „Bio für alle“ engagiert sich Dennree jetzt auch als Erzeuger und Landwirt.

Edeka-Märkte Wilhelm Cramer

„Die Cramer-Märkte sind wie Jürgen Cramer“, sagt ein Wegbegleiter, der den Inhaber und die Edeka-Märkte der Burgdorfer Wilhelm Cramer GmbH bestens kennt. Er besticht durch Kaufmannstugenden wie Sachlichkeit, Fleiß, Verlässlichkeit und Solidität. Und seine Märkte? Sie sind massenmarkttauglich im besten Sinne des Wortes: Ware zu guten Preisen und fachmännischer Service durch qualifizierte Mitarbeiter. Die Frischetheken hervorragend sortiert. Wohl findet sich auch Exotisches und Zeitgeistiges, der Fokus liegt aber konsequent auf Heimischem und Alltäglichem. Und das alles auf ungewöhnlich großen Flächen. Sein erstes E-Center mit 2.700 qm eröffnete Jürgen Cramer 2001 in Lachendorf. Heute betreibt er sechs, das nächste in Celle ist in Planung. Mit einem Jahresumsatz von zuletzt 140 Millionen Euro und 800 Mitarbeitern gehört der Edekaner zur absoluten Elite des selbstständigen Lebensmittehandels. So soll es bleiben: Die Kinder Inga Ali und Sebastian Cramer sind bereits fest in die Führung eingebunden.

Zott

Die bayerische Privatmolkerei Zott aus Mertingen ist ein seit Jahrzehnten erfolgreiches Unternehmen im Familienbesitz. Drei Marken sind untrennbar mit dem Aufstieg erst zum nationalen, dann zum internationalen Branchenprimus verbunden: „Zott Sahne Joghurt“, „Jogobella“ und „Monte“. 1926 gegründet, war es der Sahne-Joghurt, der der „Genuss-Molkerei“ 1980 zum Durchbruch verhalf. Mit Jogobella lancierte das Team um Unternehmerin Christine Weber die mittlerweile größte Fruchtjoghurtmarke in Mitteleuropa. Monte wird sogar bis nach Vietnam verkauft. Über die Hälfte des für 2017 erwarteten Umsatzes von 960 Millionen Euro erlöst Zott außerhalb Deutschlands – und will international weiter wachsen. Deshalb hat die Molkerei 2012 die Unternehmensstruktur modernisiert und eine europäische SE gegründet. Mit Mut und Weitblick geht Zott zudem neue Themen an – bei Nachhaltigkeit und im Bereich Personal nehmen die Mertinger heute eine Vorreiterrolle in der Milchindustrie ein.

Harm Humburg

Nach 32 Jahren in Diensten der deutschen Ferrero-Gesellschaft beendet Harm Humburg zum Jahresende 2017 seine aktive Karriere im Alter von 68 Jahren. Damit verlässt einer der profiliertesten Verkaufschefs der deutschen Ernährungswirtschaft die große Bühne. Er war unermüdlich unterwegs für seine Marken, sein Unternehmen und für Wertschöpfungspartnerschaft mit dem Handel. Ein unabdingbarer Garant für Wachstum, das war Humburg für den Süßwarenmarktführer in Deutschland. Der Ferrero-Manager genießt branchenweit größten Respekt. Die relevanten Entscheider im Handel – er kennt sie alle persönlich, diskutiert mit ihnen, gibt profunden Rat. Dabei muss es nicht ums eigene Haus gehen, Harm Humburg weiß ebenso, wie ein guter Supermarkt noch besser funktionieren kann.

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