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25. Mai 1998

Die Landwirtschaft in Mittel- und Osteuropa

AGRARWIRTSCHAFT-Schwerpunktheft zur Umgestaltung der Landwirtschaft in den ehemals sozialistischen Ländern Mittel- und Osteuropas #STOP# Die erste Schwerpunktausgabe der AGRARWIRTSCHAFT - Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Marktforschung und Agrarpolitik (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag, Frankfurt) dokumentiert die Umgestaltung der Landwirtschaft in Mittel- und Osteuropa aus wissenschaftlicher Sicht. Die Beiträge deutscher Agrarökonomen bieten, acht Jahre nach Beginn der Veränderungen in den ehemals sozialistischen Ländern, aktuelle Erkenntnisse für Politik und Wirtschaft.

Prof. Dr. Klaus Frohberg und Dipl.-Volksw. Lydia Glauch, beide am Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa, Halle/Saale, präsentieren empirische Untersuchungsergebnisse zum Stand der makroökonomischen Stabilisierung, Privatisierung, Handelsliberalisierung und zum Aufbau marktgerechter Institutionen. Die vergleichende Betrachtung von insgesamt 13 Ländern geht auf die bestehenden Differenzen, die Ursachen und die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen ein. Prof. Dr. Peter Tillack und Dr. Eberhard Schulz, beide ebenfalls am Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa, Halle/Saale, sowie Prof. Dr. Clemens Fuchs, Fachhochschule Neubrandenburg, und Dipl.-Ing. agr. Bettina Schneider, Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, Stuttgart, befassen sich mit den unternehmensbezogenen Transformationsprozessen, den Ausgangsstrukturen und Ergebnissen im Ländervergleich.

Ein weiteres Thema sind die Entwicklungshemmnisse der Privatisierung und Unternehmensumgestaltung. Dr. Stephan Schmitz, Strategische Unternehmensplanung der Eduscho GmbH & Co., Bremen, und Prof. Dr. Hannes Weindlmaier, Technische Universität München, analysieren am Beispiel der Molkereiwirtschaft die Rahmenbedingungen für den Markteintritt in mittel- und osteuropäischen Ländern und zeigen Strategien für die unternehmerische Praxis auf. Prof. Dr. Franz Heidhues und Dr. Gertrud Schrieder, Lehrstuhl für landwirtschaftliche Entwicklungstheorie und -politik an der Universität Hohenheim, Stuttgart, untersuchen die Transformationsprozesse im ländlichen Finanzwesen. Der Beitrag bietet Strategien zur Stützung des Umbaus im Finanzsektor. Noch sind unklare Eigentumsverhältnisse, relativ hohe Kosten für die Kreditierung von Kleinbetrieben, der weiter praktizierte Mißbrauch des Finanzsektors für die Subventionierung unrentabler Staatsbetriebe und die dadurch unterminierte Zahlungsmoral und Finanzdisziplin die größten Schwierigkeiten bei der Kreditsicherung.

Dipl.-Ing. agr. Martin Banse und Dipl.-Ing. agr. Wolfgang Münch, Institut für Agrarökonomie der Georg-August-Universität Göttingen, untersuchen, auf der Basis unterschiedlicher Reformvarianten der EU-Agrarpolitik, die möglichen Beitrittsvarianten auf ihre land- und volkswirtschaftlichen Auswirkungen. Sie plädieren für eine kurze Anpassungsperiode bis zur völligen Integration, denn, je höher die Protektionsunterschiede zwischen der EU und den mitteleuropäischen Beitrittsländern sind, um so stärker sind die Verwerfungen in den Anpassungsprozessen in den mittel- und osteuropäischen Ländern. Um so stärker wird auch der Wohlstand der Bevölkerung beeinträchtigt.

Die AGRARWIRTSCHAFT-Schwerpunktausgabe 3-4/98 kostet im Einzelverkauf 16,70 DM zzgl. Versand und MwSt.. Kontakt: Helga Knauf, AGRARWIRTSCHAFT Leserservice, Telefon 069-7595-1262, FAX 069-7595-1260, E-Mail Agrar@dfv.de.

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