print

3. Mai 2019

dm-Chef Harsch nennt digitale Infrastruktur „skandalös“

Der Handel
Deutschland bleibt digital weiter abgehängt, prognostiziert Erich Harsch. Die formulierten Ziele der Bundesregierung, „spätestens 2025 mit Gigabitnetzen die beste digitale Infrastruktur der Welt“ in Deutschland zur Verfügung zu haben, können nach Ansicht des Chefs des größten Drogeriemarktbetreibers Europas nicht erfüllt werden.

Die mangelhafte Infrastruktur gefährdet laut Harsch den Standort Deutschland: „Für mich ist es ein großer Skandal, wie es sich die reiche Nation Deutschland erlauben kann, die technologische Infrastruktur so stiefmütterlich zu handhaben“, bemängelt er im Interview in der Mai-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins Der Handel (dfv Mediengruppe). „Es gibt immer noch Funklöcher. Das ist skandalös. Seit acht Jahren reden Politiker darüber, dass sie etwas für die digitale Infrastruktur tun müssen. Aber wenn man auf das faktische Ergebnis sieht, passiert entschieden zu wenig. Diese sträflichen Unterlassungen gefährden unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit.“

Von der aktuellen 5G-Versteigerung wünscht sich Harsch „vor allem die tatsächliche, also flächendeckende, lückenlose Verfügbarkeit“, und regt an: „Wenn ich mir überlege, wie viele Menschen in Deutschland herumfahren und die Straßenzustände kontrollieren. Wenn nur ein Zehntel davon die digitale Infrastruktur checken und Impulse geben würden, wo nachgebessert werden muss, wäre das Problem gelöst.“

Die dm-drogerie markt GmbH & Co. KG ist mit rund 3.500 Filialen und 59.000 Mitarbeitern der größte Drogeriekonzern Europas.

Kontakt
dfv Mediengruppe
Judith Scondo
Referentin Unternehmenskommunikation
Telefon 069 7595-2051
presse@dfv.de
www.dfv.de
raute
raute
raute
stats