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10. März 2016

Top 100 Gastro-Unternehmen 2015 mit 4,9 Prozent Umsatzplus

food-service
Deutschlands 100 führende Gastronomen (ohne Hotellerie) stehen 2015 für 12,6 Mrd. Euro Nettoumsatz, der in über 18.000 Betrieben erwirtschaftet wurde. Dieses Fazit zieht die Wirtschaftsfachzeitschrift food-service (dfv Mediengruppe) in ihrer aktuellen und exklusiven Branchenerhebung. Damit haben die Top 100 der Branche 2015 ein Umsatz-Plus von 4,9 Prozent geholt (594,6 Mio. Euro). Dies ist der zweitbeste Wachstumswert der Top 100 der vergangenen acht Jahre, allein die 5,1 Prozent Plus im Jahr 2011 lagen leicht darüber.

Gründe für diese positive Entwicklung waren zum einen die exzellenten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und das sehr gute Konsumklima, was sich auch bei schön gestiegenen Durchschnittsbons bemerkbar machte. Zum anderen haben sich die Beschaffungsmärkte entspannt: Die Benzinpreise waren auf Niedrigstniveau und das Gros der Lebensmittel kostete spürbar weniger. Außerdem sorgte der Jahrhundert-Sommer vor allem im Süden für volle Biergärten.

Unter den Top 10 dominieren weltweit präsente Marken. Eine Rangverschiebung gab es hier 2015 nicht. Seit 2005 sind die Umsätze der zehn Vorderen um exakt 25 Prozent gestiegen. Yum! (KFC & Pizza Hut) hat seinen Umsatz in dieser Zeit mehr als verdoppelt.

Mit 11,1 Prozent gelang dem Fullservice-Sektor zum zweiten Mal in Folge der größte Sprung nach vorne, doch das ist in der Historie des Rankings untypisch. Dieses Wachstum resultierte hauptsächlich aus den Werten der beiden expansionsstarken jungen Fast-Casual-Ketten L’Osteria (Pizza) sowie Hans im Glück (Gourmet-Burger & Cocktails). Anführer des Segments bleibt die Block-Gruppe, es folgen Kuffler und Maredo.

2015: Entwicklung im Detail (Download hier)

Im vergangenen Jahr konnten folgende drei Unternehmen am stärksten zulegen: McDonald’s plus 70 Mio. Euro (Schätzwert), Hans im Glück plus 43,3 Mio. Euro sowie Burger King plus 35,0 Mio. Euro (Schätzwert).

McDonald’s hatte zwei heftige Rückwärtsjahre mit einem zweistelligen Einbruch der Gästezahlen zu verdauen. 2014 fing man an, bewusst umzusteuern, 2015 zeigt die Kurskorrektur des Riesenschiffs nun erste Erfolge. Der Marktführer – mit knapp 25 Prozent des Top-100-Umsatzvolumens – machte wieder ein Umsatzplus von 2,3 Prozent (Schätzwert).

Hans im Glück ist der Senkrechtstarter schlechthin: Die 2010 gestartete Formel demonstriert aktuell in der weltweit angesagten Gourmet-Burger-Kategorie die großen Chancen von „besser statt billiger“. Weibliche Gäste sind signifikant in der Überzahl. 2015 erwirtschaftete das Unternehmen Nettoumsätze in Höhe von 86,8 Mio. Euro, was einem Plus von 99,5 Prozent entspricht. Damit führt Hans im Glück die Liste der relativen Gewinner der Top 100 deutlich an. Es folgen dean&david mit 33,2 Prozent sowie L’Osteria mit 30,8 Prozent.

Umsatzverteilung der Top 100 nach Segmenten

Die Marktspitze der Profi-Gastronomie (Top 100) setzt sich wertmäßig wie folgt zusammen: 54,8 Prozent Quickservice (Umsatzplus von 4,2 Prozent), 23,7 Prozent Verkehrsgastronomie (Umsatzplus von 3,9 Prozent), 7,0 Prozent Fullservice-Restaurants (Umsatzplus von 11,1 Prozent), 6,2 Prozent Freizeitgastronomie (Umsatzplus von 9,2 Prozent), 4,6 Prozent Handelsgastronomie (Umsatzplus von 6,0 Prozent) sowie 3,7 Prozent Event-Catering (Umsatzplus von 7,9 Prozent). Das heißt, gut drei Viertel der Umsätze gehören den zwei großen Kategorien.

Der Quickservice-Jahrgang 2015 ist dadurch charakterisiert, dass McDonald’s und Burger King zusammen wieder über 100 Mio. Euro Umsatz zurückeroberten.

An der Spitze des Feldes „Freizeitgastronomie“ steht der Europa-Park mit 9,5 Prozent Mehrumsatz in seinem 40. Jubiläumsjahr.

Im Bereich Handelsgastronomie ist Ikea ganz vorne. 2015 generierte die nordische Möbelhaus-Kette erstmals über 200 Mio. Euro Foodservice-Umsatz in Deutschland.

Ausblick 2016

Die Erwartungen an das neue Jahr sind vor dem Hintergrund guter bis sehr guter volkswirtschaftlicher Prognosen keine kleinen. Rund 80 Prozent der Befragten gehen von höheren Umsätzen bei weiter steigenden Durchschnittsbons aus. Die Top-Chancen werden wie in diversen Vorjahren dem To-go-Business sowie Delivery attestiert.

Ausführliche Informationen zum Ranking sind auf Anfrage in der Unternehmenskommunikation erhältlich.


 

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