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4. November 2016

Goldener Zuckerhut geht an Lidl, Rewe Rahmati, Dr. Oetker und Götz W. Werner

Lebensmittel Zeitung
Die Ernährungswirtschaft feiert heute Abend in Berlin die diesjährigen Preisträger des Goldenen Zuckerhuts. Zum 59. Mal ehrt die Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) mit der begehrten Auszeichnung herausragende Unternehmen und Persönlichkeiten der Konsumgüterbranche, die sich nachhaltig um die Gesamtentwicklung dieses Wirtschaftsbereiches verdient gemacht haben.

Der Goldene Zuckerhut 2016, ausgewählt von einer unabhängigen und mit Top-Managern aus Handel und Industrie besetzten Jury, geht an:
Lidl Stiftung & Co. KG (Neckarsulm), die Lebensmittelmärkte Rewe Rahmati (Köln), die Dr. Oetker Nahrungsmittel KG (Bielefeld) und dm-Gründer Prof. Götz W. Werner (Karlsruhe/Stuttgart).

Kurzprofile der Preisträger

Lidl

Lidl macht das Tempo – in Deutschland, aber auch in Europa. Kein anderer Discounter treibt den Wandel des eigenen Formats derart konsequent voran. Egal ob es um Sortiment, Ladenbild oder Werbung geht – Lidl ist experimentierfreudig und rasend schnell in der Umsetzung. In vielen Ländern Europas ist es gelungen, die unangefochtene Nummer eins im Discount-Geschäft zu werden. Mit 64,6 Mrd. Euro Umsatz und über 10.000 Filialen sind die Neckarsulmer heute ein Schwergewicht im internationalen Handel. Seit 2012 schafft Lidl Jahr für Jahr rund 5 Mrd. Euro Umsatzplus. Das funktioniert, weil der Discounter die Stärken des Systems zu nutzen weiß und sich dennoch immer besser auf die jeweiligen lokalen Märkte einstellt. Mit Erfolg: Selbst im umkämpften Heimatmarkt hat Lidl insbesondere den Nerv der jungen Kundschaft getroffen und es zugleich geschafft, beim Preisimage Top-Werte zu erzielen.

Rewe Rahmati

Eine solche Wachstumsstory schaffen nicht viele Händler: In weniger als einem Jahrzehnt ist es Rewe Rahmati gelungen, sich vom Existenzgründer zum zweitstärksten Einzelhändler unter dem Dach der Rewe West mit 80 Mio. Euro Umsatz zu entwickeln. Mit ausgefeilten Sortimenten, einem klaren Sinn für effiziente Strukturen und zugkräftigen Standorten treiben Marcel Rahmati und Hans Schmitz ihre inzwischen neun Märkte in Köln sowie in Bonn und Bergisch Gladbach voran. Rewe Rahmati wächst auf bestehender Fläche und auch aufgrund starker Expansion. Zwei weitere Märkte in der Domstadt und einer in Opladen sind derzeit in der Planung. Großen Wert legen die beiden Unternehmer auf die Standortqualität und führen fast alle Filialen in Eigentum. Kräftig investiert wird in große Bedienungstheken, in Marktatmosphäre und in neue Technik.

Dr. Oetker

Dr. Oetker ist der größte Lieferant des deutschen Lebensmittelhandels. Zum 125. Gründungsjubiläum des Bielefelder Familienunternehmens stehen seine drei Nahrungs- und Genussmittelsparten für 46 Prozent des inzwischen 12 Mrd. Euro umfassenden Konzernumsatzes. Die größte, die die allbekannte Marke „Dr. Oetker“ im Namen führt, ist Marktführer in vielen ihrer 400 Produktbereiche von Backzutat über Müsli bis Pizza. Auch die Expansion ins Ausland und viele Zukäufe wie zuletzt die Conditorei Coppenrath & Wiese ließen die Umsätze der Dr. Oetker Nahrungsmittel KG auf heute rund 3 Mrd. Euro Umsatz steigen.
Familienunternehmen und Markenartikler, diese Paarung bestimmt die Unternehmensstrategie von jeher. Seit 2010 führt Richard Oetker den Konzern, und wie seine Vorgänger – Bruder August und Vater Richard August Oetker – verfolgt er einen unternehmerischen Kurs, der durch Beständigkeit, Berechenbarkeit und hohe Qualitätsansprüche gekennzeichnet ist.

Prof. Götz W. Werner

Götz W. Werner (72) zählt zu den herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten der Branche. Ohne seinen unternehmerischen Mut, seine Weitsicht, seine Haltung zu Mitarbeitern und Kunden sowie seine Fähigkeit, Paradigmen ständig in Frage zu stellen, wäre der Erfolg von dm-drogerie markt, heute mit über 9 Mrd. Euro Umsatz Europas größter Drogeriemarkt-Betreiber, kaum vorstellbar. Aus dem operativen Geschäft hat er sich 2008 zurückgezogen, seine Anteile in eine Stiftung eingebracht. Die Nähe zum Unternehmen lebt er aktiv in seiner Rolle als Gründer und Aufsichtsratsmitglied. Werner ist Unternehmer, aber auch Anthroposoph, Philosoph sowie bekennender „Querdenker“. Ein politischer Mensch, der sich in gesellschaftliche Diskussionen einmischt und Position bezieht. Große mediale Wirkung erzielte sein Vorstoß zum bedingungslosen Grundeinkommen. Persönlichkeiten seines Zuschnitts sind nötig, um gesellschaftliche Entwicklungen voranzubringen.
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