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2. Dezember 2020

Förderpreis der Agrarwirtschaft geht an Dominic Roth aus Potsdam

agrarzeitung

Der 28-jährige Dominic Roth hat den Förderpreis der Agrarwirtschaft 2020, der mit 9.000 Euro dotiert ist, erhalten. Die agarzeitung (dfv Mediengruppe) vergibt diese Auszeichnung jährlich an besonders engagierte und erfolgreiche junge Talente im Agribusiness. Die Preisverleihung fand am 02. Dezember im Rahmen des Forums der agrarzeitung virtuell statt.

Roth hat sowohl Jury als auch Publikum mit seiner Technologie zur Bodenanalyse in Echtzeit überzeugt. „Mit unserer Technologie ist es erstmals möglich, eine qualitativ hochwertige Bodenanalyse in Sekundenschnelle direkt auf dem Acker durchzuführen“, erzählt er. Gemeinsam mit seinem Kollegen Niels Grabbert hat Roth die Stenon GmbH – Bodenanalyse in Echtzeit gegründet. Aufwendige, kostenintensive Prozesse wie beispielsweise die Extraktion des Bodens, Verpackung, Labeling, Kühlung und Einsendung der Probe in ein Labor entfallen. Zudem muss nicht mehr auf das Ergebnis gewartet werden. Ein weiterer Vorteil gegenüber der standardmäßigen Mischprobe, die als Durchschnittswert für große Flächen herangezogen wird, ist, dass die Technologie Landwirte und Landwirtinnen dazu befähigt, Schläge „beliebig feinmaschig zu analysieren“.

Die Daten aus der Bodenanalyse lassen sich beispielsweise für die teilflächenspezifische Düngung verwenden. Nährstoffe können gezielter eingesetzt, Erträge entsprechend maximiert und Kosten minimiert werden. „Wenn an der richtigen Stelle die richtige Menge Dünger zur richtigen Zeit aufgetragen wird, dann kann die Bodengesundheit gesteigert, aber auch das Grundwasser geschützt werden“, schildert Roth. „Eine Win-win-Situation für Praxis und Natur.“ „Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten, Böden gesünder zu machen, um ein nachhaltiges Ökosystem zu schaffen.“ Denn das sei das Schlüsselelement für eine nachhaltige Erzeugung, zeigt sich der Gründer überzeugt.

 „An der Schnittstelle zwischen Hightech und praktischer Anwendung zu arbeiten, macht mir richtig Spaß“, schwärmt Roth. Der Gründer will durch innovative Ansätze Zielkonflikte lösen. „Damit der Landwirt nicht Sündenbock verschiedener Interessengruppen bleibt“, so Roth. Den direkten Draht zur landwirtschaftlichen Praxis zu pflegen, ist für ihn und den Erfolg seines Unternehmens sehr wichtig. „Niels und ich sind ländlich aufgewachsen und hatten immer eine Verbindung zur Landwirtschaft“, berichtet er. Das Potenzial technischer Lösungen in der Branche haben beide früh erkannt.

Roth konnte sich bei den Gästen des Forums, die über den Preisträger abstimmen durften, gegen Lars Abraham und Hubertus Kleuter durchsetzen. Die drei Favoriten, die zuvor von einer hochkarätig besetzten Jury aus den Bewerbungen für den Förderpreis der Agrarwirtschaft ausgewählt wurden, haben sich und ihr Projekt in einem „Elevator Pitch“ präsentiert.

 

Kontakt
dfv Mediengruppe
Manuela Töpfer
Senior Referentin Unternehmenskommunikation
Telefon 069 7595-2052
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