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30. April 2019

City-Maut: 90 Prozent der Modehändler fürchten Umsatzeinbrüche

TextilWirtschaft
Die deutschen Modehändler fürchten schwerwiegende Folgen für ihr Geschäft, falls die City-Maut eingeführt werden sollte: Nach einer Umfrage des Fachmagazins TextilWirtschaft (TW) befürchten 90 % der Teilnehmer, eine Maut würde Kunden vom Stadtbesuch abschrecken, so dass die Umsätze zurückgehen würden. Fast ebenso viele erwarten, dass ihre Kunden noch mehr Kleidung im Internet bestellen würden, falls sie in der Stadt quasi Eintritt bezahlen müssten.

Basis der Zahlen: Die TextilWirtschaft befragt wöchentlich ein Panel marktrelevanter Modeanbieter zu ihrer Umsatzentwicklung und zu aktuellen Branchenthemen.

Zuletzt hatte auch der Deutsche Städtetag angeregt, die City-Maut zumindest zu testen, um dem hohen Verkehrsaufkommen und der Luftverschmutzung entgegenzutreten. Der Handelsverbände Deutschland (HDE) und der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) haben bereits gegen Maut-Pläne protestiert: Auch sie fürchten Umsatzeinbrüche in den Innenstädten.

Nach der Umfrage der TextilWirtschaft halten fast zwei Drittel der Händler kostenlose Bus- und Bahnbenutzung als Ausgleich für eine City-Maut nicht für eine realistische Alternative. „Schon fünf Minuten Wartezeit am Bushäuschen wird die Mehrheit nicht akzeptieren“, erklärte ein Umfrage-Teilnehmer. Sollte die City-Maut tatsächlich eingeführt werden, wären jedoch drei von vier Händlern bereit, ihren Kunden, die per Bus, Bahn oder Fahrrad ins Geschäft kämen, die Ware kostenlos nach Hause zu liefern.

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