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10. Mai 2019

Gereon Haumann: „Unsere Hand bleibt ausgestreckt“

AHGZ
Rheinland-Pfälzischer DEHOGA-Präsident weist Kritik zurück

Der umstrittene Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz, Gereon Haumann, will mit seinen Kritikern ins Gespräch kommen. „Die negative Berichterstattung tut dem Verband und seinen Gremien nicht gut“, sagte Haumann der AHGZ Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (dfv Mediengruppe). Die Gesprächsangebote würden aber nicht angenommen. „Unsere Hand bleibt ausgestreckt“, betonte Haumann. „Wir sind nach wie vor bereit, in welcher Konstellation auch immer, uns mit den Kritikern und Klägern an einen Tisch zu setzen.“

Haumann steht wegen seiner langen Amtszeit bis 2029 und der hohen Bezüge seit Wochen in der Kritik. 20 Hoteliers klagen gegen die Wahl. Dazu sagte der Präsident: „Nicht ich habe eine vorzeitige und frühzeitige Verlängerung meiner Amtszeit für 2021 bis 2029 angestoßen, sondern die Gremien unseres Verbandes haben dies gewollt und beschlossen.“ Das Verfahren sei transparent gewesen, 88 Prozent der Delegierten hätten für ihn gestimmt. „Es kann nicht sein, dass die Verlierer einer demokratischen Wahl der überwältigen Mehrheit ihre Auffassung diktieren.“

Dennoch habe er inzwischen dem Präsidium und dem Großen Vorstand angeboten, auf seine vorzeitige Wiederwahl zu verzichten. „Das haben beide Gremien einstimmig abgelehnt“, sagte Haumann der AHGZ. Er habe nicht mit einer solchen Welle an Unmut gerechnet. „Ich würde mir wünschen, dass Unternehmerpersönlichkeiten sich zunächst ein umfassendes eigenes Bild machen, bevor sie über mich reden und urteilen.“

Auf die Frage, ob er glaube, dass alles politisch klug sei, was nicht verboten ist, erklärte Haumann: „Richtig und klug ist, was dem DEHOGA und seinen Mitgliedern einen Mehrwert bringt“. So habe er den Verband aus tiefroten Zahlen in schwarze Zahlen geführt. Der DEHOGA Rheinland-Pfalz stehe inzwischen besser da als vergleichbare Landesverbände. Zu seinen Bezügen meinte Haumann: „Es kommt auf die Gesamtrechnung an, nicht auf einzelne aus dem Zusammenhang gerissene Zahlen.“ 2009 habe der Verband ein Ergebnis vor Steuern von minus 227.653 Euro gehabt. „Seit 2016 liegen wir im Plus mit einem positiven Ergebnis von mehr als 63.000 Euro im Jahr 2017.“ Außerdem könne der Präsident jederzeit abgewählt werden. Es gebe dann keine Abfindung und keine weitere Versorgung.

Das ganze Interview steht in der AHGZ 19 vom 11. Mai 2019 und auf ahgz.de.
Kontakt
dfv Mediengruppe
Manuela Töpfer
Unternehmenskommunikation
Telefon 069 7595-2052
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